Glasierte Mairüben mit Honig und Chili

Die Mairübe gehört eher zum unscheinbaren Gemüse. Ich wage zu behaupten, dass fast niemand die Mairübe, auch Navette genannt, als Lieblingsgemüse nennen würde. Tomaten, Karotten, Broccoli, Zucchetti, vielleicht auch Auberginen oder Spargeln, sind weit oben auf der Liste mit den beliebtesten Sorten zu finden. Dass auch die unscheinbare Mairübe das Zeug zum Star hat, versuche ich mit diesem Rezept zu zeigen.

Die Mairübe ist bei uns immer noch wenig bekannt, in den grossen Supermärkten ist sie nicht erhältlich, auch in Restaurants wird man sie selten als Beilage im „Gemüsebouquet“ finden. Wir wollen in unseren Abokisten Vielfalt bieten, auch Neues und Seltenes, das es zu entdecken lohnt. Die Mairübe hat einen eher bitteren Geschmack, was ich persönlich sehr gerne mag, aber wohl nicht jedermanns Sache ist.

Und wie bereitet man sie zu?

Man kann die Mairübe roh essen, z.B. mit einer feinen Dipsauce oder in Scheiben geschnitten im Salat. Wenn man sie kocht, ist sie weniger bitter. Kurz anbraten eignet sich sehr gut, denn so bleibt sie knackig. Man kann sie natürlich gut mit anderem Gemüse mischen, zum Beispiel in einem asiatischen Curry. Ich finde es jedoch schade, wenn man die Mairübe einfach nur unter anderes Gemüse „schmuggelt“. Deshalb bekommt sie hier einen Soloauftritt. Ausprobieren lohnt sich! Der Honig bringt eine willkommene Süsse und balanciert die Bitterkeit, der Chili sorgt für eine angenehme Schärfe. Wer das Kraut der Mairübe auch gleich verwerten will, mixt die schnelle grüne Sauce, die durch den Zitronensaft eine weitere interessante Komponente schafft. Keine Sorge wegen der löchrigen Blätter: Schuld sind die Erdflöhe…sieht nicht schön aus, hat aber keinen Einfluss auf den Geschmack. Und gemixt sieht man sowieso nichts mehr…

Einmal mehr zeigt sich: Eine abwechslungsreiche Gemüseküche ist ganz einfach und überraschend lecker!

Ein Bund Mairüben, mit Kraut (siehe unten)
1 Knoblauchzehe
1 EL Honig
Olivenöl
Salz, Chiliflocken (Menge je nach gewünschter Schärfe)

Für die grüne Sauce:
Kraut der Mairüben
Saft einer Zitrone
Olivenöl, Salz, Pfeffer

 

Die Mairüben waschen, rüsten, vierteln. Sie muss nicht geschält werden! Die Knoblauchzehe fein hacken. Olivenöl erhitzen, die Mairüben bei hoher Temperatur anbraten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Knoblauch, Honig, Chiliflocken und Salz hinzufügen. Bei geringer Hitze weiterbraten.

Für die grüne Sauce grobe Stiele der Mairübenblätter entfernen. Die Blätter mit dem Saft einer Zitrone, Olivenöl, Salz und Pfeffer pürieren.

Zusammen mit den glasierten Mairüben servieren.
Bei uns gab es knusprig gebratenen Räuchertofu dazu.

***
Martina

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5 Kommentare

  1. Da jemand 🙂 zu viel von den Mairüben roh genascht hatte, habe ich mit grünen Spargeln ergänzt, statt Knobli ein Frühlingszuwiebeli genommen und sonst wie im Rezept. War sehr lecker!
    Viele Grüsse
    Edith (Staufen)

    • Die Kombination mit Spargeln ist sicher sehr fein! Danke für den Tipp.
      Lieber Gruss, Martina

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