Es geht wieder los!

Zum wiederholten Male stehe ich vor dem Beginn einer Gemüseabo-Saison. Die Planungen haben dabei bereits im Dezember mit Saatgutbestellungen und Organisation neuer Abonnentinnen und Abonnenten begonnen. Im Januar habe ich die Kulturplanung für die ca. 50 Aren Gemüse gemacht. Das bedeutet: entscheiden wo, wann welches Gemüse in welcher Menge gesät oder gepflanzt werden soll. Daneben wurden Rechnungen und Aboverträge verschickt. Die ersten Aussaaten fanden im Februar statt und ab März wurden die ersten Pflanzen ins Freiland gesät und gepflanzt.

Ende nächster Woche werden nun die ersten Abos ausgeliefert. Wieso bieten wir diese Abos eigentlich an? In den letzten Monaten habe ich vor allem in den sozialen Medien eine Debatte verfolgt, die sich um die Fragen dreht: ‚woher kommt eigentlich unser Essen?‘, ‚wie wird unser Essen produziert?‘, ‚warum wird Glyphosat nicht verboten?‘, ‚warum hat es in der Migros bereits im Februar Erdbeeren?‘ usw. Für mich liegt eine Antwort darin als aktive Menschen selber Alternativen zu entwickeln. Nicht einfach nur festszustellen, dass es nun mal so ist wie es ist. Ein Gemüseabo vom Gmüeser versucht hier Teil einer Lösung zu sein. Wir sind bestrebt, KonsumentInnen und die Landwirtschaft näher zusammenzubringen. Wir möchten sichtbar machen, wie unser Gemüse angebaut wird. Dies geschieht über soziale Medien, Exkursionen, Feste usw.

 

Zum anderen ermöglicht ein Abo einen gezielten Anbau unterschiedlichsten Gemüses auf kleinen Flächen. Dies bedeutet eine höhere Artenvielfalt. Wir verursachen kaum Foodwaste, da wir zB. keine Sätze Salat anbauen und hoffen dass sie dann jemand abkauft, wie das im Bio-Gemüsebau gang und gäbe ist. Bei uns sind sie bereits verkauft! Wir können dank besseren Preisen in vielen Fällen auf den Einsatz von Maschinen verzichten und schützen dadurch den Boden und die Luft! Ein ProSpecieRara-Salat ist bei uns gefragter als ein hochgezüchteter Hybrid wie er bei Coop Naturaplan im Regal steht, da unsere Salate nicht gelagert, aufwendig gewaschen und verpackt werden müssen und dadurch einen weniger hohen Anspruch an ‚Haltbarkeit‘ erfüllen müssen. Vielmehr schätzen unsere Abonnentinnen und Abonnenten die andere Farbe, den besseren Geschmack und verzeihen uns das nicht immer perfekte Aussehen. Ich könnte da noch mehr Beispiele aufzählen. Wichtig ist auch in Zukunft ein Dialog zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen auf Augenhöhe. Keine Schuldzuweisungen im Sinne von ‚die wollen nur das Billige‘ oder ‚denen ist doch Umwelt völlig egal‘. Nein, wir stehen alle in der Verantwortung aktiv zu sein und uns in bestehenden oder noch zu entwickelnden Projekten im Bereich der Nahrungsmittelproduktion zu engagieren. Beim Gmüeser seid ihr dazu jederzeit willkommen!

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Thomas

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