Von Beeren, Sammelnuss- und Sammelsteinfrüchten

Beim Gmüeser stehen die unterschiedlichsten Beerenkulturen im Ertrag. Weisse und rote Johannisbeeren, Cassis, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren sowie Heidelbeeren und Erdbeeren wachsen bei uns an verschiedenen Standorten. In der Umgangssprache werden diese Gewächse alle als Beeren bezeichnet. Nimmt man es genau, sind die Rosengewächse Erd-, Him- und Brombeeren vom Fruchtaufbau her keine Beeren. Die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht und die beiden anderen Gewächse sind zu den Sammelsteinfrüchten zu zählen. Diese Nüsse oder Steine sind optisch oder beim Verzehr zu bemerken. Bei uns als Gemüse bekannt, ist dagegen die Tomate streng genommen eine Beere. Da soll noch jemand draus kommen…

Die Erdbeerernte war dieses Jahr kurz aber intensiv und ist bereits abgeschlossen. Von unseren drei Sorten, die unterschiedliche Erntezeitpunkte aufweisen, konnten wir unsere Beerenkunden mit aromatischen und süssen Erdbeeren beliefern. Der biologische Anbau dieser Kultur gestaltet sich herausfordernd. Durch Witterungseinflüsse, Schadinsekten, Schnecken und Vögel wird immer wieder ein Teil der Ernte in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem zweiten Anbaujahr haben wir uns entschieden, in Zukunft wohl nur noch auf zwei Sorten zu setzen.

Die Brombeeren gedeihen dieses Jahr bisher gut. Hatten wir die letzten Jahre durch Trockenheit und die Brombeermilbe Einbussen, sieht es dieses Jahr nach einer ertrag- und genussreichen Ernte aus. Die Brombeeren zählen zu unseren ersten gepflanzten Gewächsen. Bereits im Spätjahr 2011, noch bevor wir definitiv nach Hallwil gezogen sind, haben wir am Rebenhübel Brom- und Herbsthimbeeren in Steillage gesetzt. Durch zusätzliche Pflanzungen dieser beiden Kulturen in flacherem Gelände und die Ergänzung mit Sommerhimbeeren können wir mittlerweile von Mitte Juni bis in den Oktober die beiden Sammelsteinfrüchte ernten.

Und nun zu ‚echten‘ Beeren. Die Heidelbeeren, umgangssprachlich auch Heubeeri genannt, wachsen bei uns wie auf dem oberen Bild ersichtlich auf Fichtensägemehl. Dieses ersetzt im biologischen Anbau den Torf und sorgt für das benötigte saure Bodenmilieu. Aus ihren glockenförmigen, feinen Blüten bildet das Heidekrautgewächs die beliebten blauvioletten Beeren. Auch hier haben wir mit vier verschiedenen Sorten darauf geachtet, dass die Erntezeitdauer möglichst in die Länge gestreckt wird.

Zur Familie der Stachelbeergewächse zählen neben unseren grüngelben und violetten Stachelbeeren auch die Johannisbeeren. Diese wachsen bei uns wie in Hausgärten am Strauch, aber auch zur Hecke erzogen. Bei der Heckenerziehung werden nur wenige Triebe ausgewählt und aufgebunden. Diese tragen dann besonders grosse ‚Trübeli‘. Hervor zu heben ist die Sorte Weisse Versailler. Die durchsichtige Haut erlaubt einen ungewohnten Blick auf das Fruchtfleisch und die Kerne im Innern der Beere. Zudem schmecken sie für Johannisbeeren in vollreifem Zustand erstaunlich süss.

Bei der Ernte achten wir darauf, dass die Früchte gut ausgereift sind. Nur so haben die Beeren ihre volle Geschmacksintensität. Beeren sind ein absolutes Frischprodukt und sollten in kurzer Zeit verzehrt werden. Beziehen kann man das saisonale Sortiment, auch von unseren Obstbäumen, zu unseren Gemüseabos und jeweils am Mittwoch und Freitag von 14 bis 20 Uhr an unserem Verkaufsstand im Rebenhübel 3 in Hallwil.

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Dominik

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