Hefeteigschnecken mit Schnittmangold und Feta

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Das erste selbst geerntete Gemüse im Jahr schmeckt einfach am allerbesten! Nie schmeckt der Mangold grüner, der Rettich schärfer und knackiger oder der Rhabarber intensiver als bei der ersten Ernte. Na gut – eigentlich schmeckt mir unser Gemüse immer…aber das erste Mal ist doch jedes Mal wieder etwas Besonderes. Zu sehen, wie die Samen keimen, die Pflänzchen wachsen und dann endlich geerntet werden können, verzaubert mich immer wieder von neuem. Ich empfinde es als unglaublich wertvoll, zu wissen, wie und wo mein Essen wächst und wie viel Arbeit und Aufwand dahinter steckt. Dies schärft das Bewusstsein auch für die anderen Nahrungsmittel, die wir täglich zu uns nehmen. Wie und unter welchen Bedingungen werden sie produziert?

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Den ersten Schnittmangold habe ich zu einer Füllung für diese Hefeteigschnecken verarbeitet. Die Blätter des Schnittmangolds sind kleiner und feiner als diejenigen des Stielmangolds (Krautstiel). Bereits von den Griechen und Römern wurde dieses Gemüse geschätzt. Das Aufkommen des Spinats hat ihn aber weitgehend verdrängt. In der Küche Graubündens wird der Schnittmangold immer noch sehr gerne eingesetzt und auch ich möchte ihn in meiner Küche nicht mehr missen.

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150g Weissmehl
50g Buchweizenvollkornmehl
1.25dl lauwarmes Wasser
¼ Würfel Hefe (10g)
1 Prise Zucker
1TL Salz
1EL Olivenöl

200g Schnittmangold
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
1 Handvoll Pinienkerne
100g Feta

1 Ei

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Das Mehl mischen, in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe in der Mulde zerbröseln, mit Zucker bestreuen, mit einem Teil des Wassers mischen und auflösen. Einige Minuten stehen lassen, dann das restliche Wasser, Salz und Olivenöl beifügen und alles einige Minuten zu einem glatten Teig kneten. Ungefähr eine Stunde an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Die Pinienkerne ohne Fett in einer Bratpfanne rösten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Zur Seite stellen.

Den Schnittmangold waschen, eventuell grob schneiden. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, in Olivenöl andämpfen, Schnittmangold beigeben und dünsten, bis der Mangold zusammenfällt. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Achtung: Der Feta ist recht salzig, man braucht also (wenn überhaupt) nur wenig Salz.

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Den Teig zu einem Rechteck auswallen. Mit Schnittmangold belegen, Pinienkerne und den zerbröselten Feta darüber streuen. An der einen Längsseite ein Stück frei lassen. Von der anderen Längsseite eng aufrollen, in Stücke schneiden (ca. 2 cm) und auf ein Blech legen. Wer will bestreicht die Schnecken noch mit einem verklopften Ei.

Im auf 180°C vorgeheizten Ofen 20 Minuten backen, etwas auskühlen lassen.

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***
Martina

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2 Kommentare

  1. Ja, ja… das erste Mal im Frühling Radiesli aus der Erde ziehen, ist immer ein Highlight (soferns die Schnecken nicht gefressen haben!!).

    Ich mache ganz was ähnliches immer als Apéro-Gebäck, aber mit (Butter-)Blätterteig. Kann man auch wunderbar einfrieren.

    • Blätterteig ist natürlich auch fein! Auch anderes Gemüse wie Spinat oder Krautstiel eignet sich gut. Oder anderer Käse…Zum Einfrieren reicht es meistens nicht – es wird jeweils alles gegessen! Obwohl das schon praktisch wäre…

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