Gmüeser Weihnachtsessen: Kakao-Kürbis-Ravioli

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Nach den Schwarzwurzel-Pasteten gibt es passend zu Weihnachten schon wieder etwas Verpacktes! Nämlich Kürbis-Ravioli. Vermutlich überrascht hier aber der Teig mehr als die Füllung, denn wer würde hier Kakao als Zutat erwarten? Die Idee dazu kam mir durch das Buch „Meine Gemüseküche für Herbst und Winter“ von Meret Bissegger, erschienen im AT Verlag. Sie bereitet da Nudeln mit Kakao im Teig zu und ich dachte, diese Idee liesse sich doch auch für Ravioli verwenden. Der etwas süssliche Kürbis wird mit Rosmarin und Chili pikant gewürzt, Lauch-Sauce und Haselnüsse bringen zusätzlichen Geschmack. Die Kombination klingt vielleicht etwas gewagt, schmeckt aber überraschend gut.

Das Buch von Meret Bissegger kann ich euch übrigens nur empfehlen – es enthält neben vielen inspirierenden Rezepten auch Informationen zu den leider oft etwas verkannten Wintergemüsen (die Gmüeserabonnenten kennen viele davon aus ihrer Kiste…). Die Autorin legt grossen Wert auf biologische, lokale und saisonale Produkte, auch von kleinen Produzenten, was mir natürlich besonders gut gefällt.

Für den Ravioli-Teig
200g Weissmehl
200g Dinkelruchmehl (oder 400g Weissmehl)
2 EL Kakao
2 Eier
ca. 1 dl Wasser
(Meret Bissiger verwendet für ihren Teig Vollkornmehl, Hartweizendunst und Farina Bona. Meine Mischung aus Weissmehl und Dinkelruchmehl hat sehr gut funktioniert – man kann aber sicher auch nur Weissmehl verwenden.)

Für die Füllung
800g Kürbis
1 Knoblauchzehe, fein geschnitten
Olivenöl
2 Zweige Rosmarin
getrocknete Peperoncini
Salz, Pfeffer
50ml Weisswein
50g Ricotta

Für die Sauce
1 Lauch
Olivenöl
1dl Weisswein
1dl Rahm

Eine Handvoll Haselnüsse
Parmesan

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Für den Teig das Mehl mit dem Kakao mischen. Die Eier verklopfen und mit dem Mehl mischen. Soviel Wasser wie nötig hinzufügen und gut kneten, damit ein elastischer Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung den Kürbis in Würfel schneiden. Mit dem Knoblauch, Rosmarin und Chili in Olivenöl scharf anbraten. Weisswein hinzufügen und einkochen lassen. Den Kürbis auf kleinem Feuer so lange braten, bis er weich ist. Mit einem Löffel oder einer Gabel etwas zerdrücken. Zu grobe Stücke in der Füllung zerreissen leider den Ravioliteig.
Ricotta hinzufügen und abschmecken.

Den Teig mit einer Pastamaschine so fein wie möglich auswallen. Mit einem Teelöffel die Füllung auf den Teig setzen, genügend Abstand lassen. Entweder macht man pro Teigblatt zwei Reihen und legt ein zweites Teigblatt darauf oder man lässt unterhalb der Füllung eine Reihe frei und klappt den Teig hoch. Die Freiräume zwischen der Füllung mit Wasser bestreichen. Die Ravioli schneiden, Ränder gut andrücken und darauf achten, dass keine Luft im Raviolo bleibt. Auf bemehltem Backpapier aufbewahren.

Für die Sauce den Lauch in feine Ringe schneiden, in etwas Olivenöl andünsten, mit Weisswein ablöschen und etwas köcheln lassen. Rahm hinzufügen und etwas einkochen lassen. Würzen.

Die Haselnüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Die Ravioli in knapp siedendem (nicht sprudelndem!) Wasser kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Es empfiehlt sich, nicht alle Ravioli auf einmal zu kochen…Mit der Lauchsauce, Haselnüssen und Parmesanspänen servieren.

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Martina

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