Gmüeser und die Landwirtschaft

Regelmässig bezieht ihr Produkte, die auf unserem Betrieb (auf-)gewachsen sind. Bis zu einem Rüebli oder einem Ei ist es ein langer Weg. Ein mehr oder weniger komplexes Zusammenspiel zwischen Mensch, Tier, Pflanze, Wetter und Boden ist die Grundlage unserer Ernährung.

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In der Schweiz ist die Produktion von Lebensmitteln nicht mehr rentabel. Eine Bäuerin oder ein Bauer kann ihren/seinen Lebensunterhalt kaum noch aus dem Verkauf von Lebensmitteln bestreiten. Ohne staatliche Unterstützung ist ein Auskommen nicht mehr denkbar. Auch wir vom Gmüeser sind ein Teil dieses Systems geworden.

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Ihr kennt sicher Begriffe wie: Landschaftsqualitätsbeitrag. Ernährungssouveränität. Ökologische Ausgleichsflächen. Versorgungssicherheitsbeitrag. Biodiversität. BTS-/RAUS-Beiträge. Kulturlandschaft. Vertragslandwirtschaft. Einzelkulturbeiträge. BioSuisse. Vielleicht erkennt auch ihr ein gewisses Spannungsfeld, die diese Begriffe erzeugen. Wir Menschen, die unseren Lebensunterhalt mit Überzeugung aus bäuerlicher Wirtschaft bestreiten möchten, müssen uns damit auseinandersetzen und Strategien finden damit umzugehen. Produktion und gemeinwirtschaftliche Leistungen gilt es sinnvoll in Gleichklang zubringen.

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Eine Hecke zum Beispiel bietet Platz für verschiedene Tiere, hilft Nützlinge zu fördern, schafft ein bestimmtes Mikroklima und erzeugt eine spannende, komplexe Landschaft in der sich der Mensch wohlfühlt. Wie sieht es mit einem Stück Fleisch aus dem Mischpaket von unserem Rätischen Grauvieh aus? Genetische Vielfalt wird erhalten, da diese Rasse vom Aussterben bedroht ist. Das Tier frisst Gras und Heu auf Flächen die zum Teil schwer zu bewirtschaften sind. Weder Mais noch sonstiges Kraftfutter (wie Getreide oder importiertes Soja) wird verfüttert. Und ganz nebenbei fällt dank den Ausscheidungen wertvoller Dünger für unser Gemüse, Gras und Getreide an.

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Auf unserem Betrieb haben wir Beeren, Wildobst, verschiedene Sorten Gemüse, Obstbäume, Weizen, Triticale, Gerste, Eiweisserbsen, Hühner, Kühe, Hecken, extensiv genutzte Wiesen und Trockenmauern. Diese Vielfalt ermöglicht uns eine Landwirtschaft, die sowohl produziert, aber auch Leistungen erbringt, die darüber hinaus für die Allgemeinheit ihre Wirkungen zeigen. Wenn wir mit dem lokalen Gastgewerbe zusammenarbeiten, wenn wir unsere Gemüseabos nach vertragslandwirtschaftlichen Prinzipien verbreiten, wenn wir uns darüber hinaus an die Vorgaben von BioSuisse halten und uns höchsten Tierschutznormen verpflichten, können wir guten Gewissens sagen, dass die bäuerliche Landwirtschaft in der Schweiz eine Zukunft hat.

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Thomas

Gmüeser Persönlich: Thomas

Nächster Teil unserer kleinen Serie ‚Gmüeser Persönlich‘, dieses Mal mit Thomas.

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Wie bist du zum Gmüeser gekommen?

Der ‚Gmüeser’ ist eine Idee von Dominik und mir. Schon während des Studiums haben wir oft über Selbstversorgung und Landwirtschaft gesprochen. Mich hat das Thema nie mehr losgelassen. Nach dem Studium ging es dann ab in die Landwirtschaft: Neben meiner Tätigkeit als Gemüsegärtner im Humanushaus habe ich mich intensiv mit Büchern über Gemüse, Beeren, Hühner und Landwirtschaft im Allgemeinen beschäftigt. Selber etwas aufzubauen war mein Traum. Zusammen mit Dominik und meiner Freundin Martina haben wir dann in Hallwil den Gmüeser gegründet. Viel Herzblut, und ganz, ganz viele Stunden Arbeit ohne finanzielle Vergütung haben dazu geführt, dass wir nun einen Pachtbetrieb mit 15ha bewirtschaften dürfen!

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Was motiviert dich auch nach 5 Jahren noch voller Tatendrang beim Gmüeser mitzuarbeiten?

Ein Leben ohne Gmüeser kann ich mir nicht mehr vorstellen. Ich bin mein eigener Chef und arbeite mit und in der Natur! Die Landwirtschaft und damit verbunden unsere Ernährung sind essentiell. Hierauf einen gewissen Einfluss nehmen zu können ist für mich immer wieder eine riesige Motivation.

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Was sind deine Zuständigkeiten beim Gmüeser?

Ich bin beim Gmüeser vor allem auch ein ‚Koordinator’. Neben meiner Verantwortung für das Gemüse und das Rätische Grauvieh ist es meine Aufgabe die Arbeiten, die Ideen und die verschiedenen am Gmüeser beteiligten Menschen zu organisieren. Bei uns gibt es keinen ‚Chef’. Jeder hat seine Bereiche in denen er sich ‚verwirklichen’ kann. Trotzdem müssen die verschiedenen Arbeiten koordiniert werden, was nicht immer einfach ist. Dazu kommen die ganzen ‚bürokratischen’ Aufgaben sprich Aufzeichnungen etc. für Bio Suisse und den Staat. Wir möchten unsere Kunden möglichst auf dem Laufenden halten, dazu gehören regelmässige Facebook- und Blogeinträge.

Welche Arbeiten bereiten dir besonders Freude?

Mir gefällt die Vielfältigkeit der Arbeiten beim Gmüeser. Vom Misten der Tiere über Aussaatplanungen, pflanzen und ernten von Gemüse, Heuen, Blogeinträge verfassen usw.: es wird selten langweilig! Sehr gerne arbeite ich mit unseren ‚Grauen’ zusammen. Im Frühling die ersten Gemüsesetzlinge zu pflanzen ist jedes Jahr etwas wunderbares!

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Gmüeser

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Gmüeser Persönlich: Dominik

In den nächsten Wochen möchten wir euch einen persönlichen Einblick in unser Gmüeser-Leben geben. Welche Menschen stecken hinter dem oder den ‚Gmüeser‘? Was arbeiten die eigentlich das ganze Jahr hindurch? Was ist ihre Motivation?

Zum Start ein Interview mit Dominik.

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Wie bist du zum Gmüeser gekommen?

Während unserer gemeinsamen Studienzeit in Bern haben Thomas und ich von Ideen zur Selbstversorgung, irgendwo in einem ‚Chrachen‘ ab von der hektischen Zivilisation, geträumt. Die Schwärmerei wurde Ende 2010 konkreter, als mir Thomas eröffnete, dass wir mit etwas Land und einem Haus in Hallwil einen Anfang machen könnten. Nicht im hintersten Ecken der Schweiz, sondern im schönen Seetal haben wir im 2012 mit dem Gemüse-, Obst- und Beerenanbau ernst gemacht.

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Was motiviert dich auch nach 5 Jahren noch voller Tatendrang beim Gmüeser mitzuarbeiten?

Ich kann mir nur schwer eine sinnhaftere Tätigkeit vorstellen. Die Vielseitigkeit, das Arbeiten mit der Natur, der ununterbrochene Lernprozess und die körperliche Aktivität sind Herausforderung und Genugtuung in einem. Wenn sich unsere stetig wachsende Kundschaft über die Früchte unserer Arbeit freut, wenn aus Samen Pflanzen und aus Rindern Kühe werden, wenn Ideen vom Kopf aufs Papier und dann in die Umsetzung gelangen, dann beglückt mich der Wert unserer ehrlichen Arbeit.

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Was sind deine Zuständigkeiten beim Gmüeser?

Obst- und Beerenanabau und alles was mit Maschinen und Unterhalt im Zusammenhang steht. Beim Acker- und Futterbau teilen Thomas und ich die Verantwortung. Die Umsetzung der anfallenden Arbeiten aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen erledigen wir gemeinsam.

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Welche Arbeiten bereiten dir besonders Freude?

Als Bastler mag ich handwerkliche Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und als Genussmensch liegt mir die Herstellung von Schnaps, Likör und Essig. Die Beziehung zu unseren wunderbaren Kühen zu pflegen ist für mich sehr bereichernd. Zunehmend finde ich auch Gefallen an den unterschiedlichen Arbeitsschritten mit landwirtschaftlichen Geräten. Und was nicht fehlen darf, gute Gespräche bei einem ‚Gmüeserfürobebier‘.

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Gmüeser

Angebot Woche 51

Die allerletzte Lieferung steht bevor. Ich hoffe das Gemüse hat euch dieses Jahr geschmeckt!

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Folgendes Gemüse gibt es am Mittwoch:

Kürbis

Rüebli und Randen

Lauch

Federkohl oder Rosenkohl

Zwiebeln

 

Ich wünsche euch frohe Festtage und freue mich auf 2017!

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Thomas

Angebot Woche 50

Jetzt ist es dann bald soweit, die letzten Gemüsekisten kommen zu euch. Nochmals zur Erinnerung: Samstag 17.12. und Mittwoch 21.12. finden die letzten Lieferungen statt. Ich hoffe ihr seid mehr oder weniger zufrieden mit unserem Angebot und bleibt uns auch in Zukunft als Abonnentinnen und Abonnenten erhalten. Mir hat es richtig Freude gemacht das Gemüse für euch anzubauen und bereitzustellen!

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Mittwoch

Sellerie, Randen, Schwarzwurzeln oder Pastinaken, Federkohl/Palmkohl und Zwiebeln

 

Samstag

Sellerie, Rüebli und Randen, Rosenkohl, Zwiebeln und Nüsslisalat

 

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Thomas

Angebot Woche 49

Bald gehen die Lieferungen zu Ende. Am Samstag gibt es noch zwei (bis 17.12.) und am Mittwoch noch drei Lieferungen (bis 21.12.). Ich hoffe ihr freut euch noch auf das letzte Gemüse, obwohl im Winter das saisonale Angebot etwas eingeschränkt ist.

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Diese Woche hat es folgendes Gemüse in den Kisten:

Mittwoch

Kabis (rot oder weiss), verschiedene Karotten, Lauch und Nüsslisalat.

 

Samstag

Kürbis, Randen, Schwarzwurzeln und Federkohl.

 

Ich hoffe es schmeckt euch!

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Thomas

Angebot Woche 48

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Diese Woche gibt es folgendes Gemüse in die Abos:

 

Mittwoch

Pastinaken, Randen, Zuckerhut, Federkohl.

 

Samstag

Pastinaken, Rüebli, Nüsslisalat, Lauch. Für die grösseren Abos zusätzlich Cicorino Rosso.

 

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Thomas